Partnerstadt Lubaczów

Lage Lubaczóws Lage Lubaczóws in Mitteleuropa

Der Ort Lubaczów (50°10' Nord/23°7' Ost) liegt im Südosten Polens auf einer Höhe von 217 m ü. NN und gehört zur Woiwodschaft Podkarpackie (Vorkarpaten), in der er die östlichste Kreisstadt mit circa 13.000 Einwohnern bildet.

Administrativ gilt es die Stadt (26 km²), die Gemeinde (203 km²) mit den umliegenden kleineren Ortschaften und den Kreis Lubaczów (1308 km²) zu unterscheiden.

Naturgeographisch befinden wir uns auf der Hochebene von Tarnogród, Teil eines größeren Einbruchsbeckens, das noch während seiner tertiären Herausbildung wie auch im Quartär durch Ablagerungen von Eis, Wind und vor allem von Flüssen aufgefüllt wurde. Als Folge der großflächig kiesigen und sandigen Ablagerungen sowie Geschiebelehmen nehmen weniger fruchtbare Böden wie zum Beispiel Podsole große Flächen ein. Deswegen dominiert eine Mischung aus Wald-, Acker-(besonders Roggen) und Grünland, letzteres besonders längs der Fluss- und Bachläufe.

Was die Flora und Fauna betrifft, so hat sich der Mensch bei Eingriffen in die Natur relativ zurückgehalten. Knapp die Hälfte des Kreisgebietes nimmt Wald ein, die landwirtschaftlich genutzte Fläche wird zum größeren Teil wenig intensiv bewirtschaftet, es gibt noch zahlreiche Feuchtgebiete und -wiesen, Schadstoffemissionen durch größere Industrieanlagen fehlen. Dies hat zur Folge, dass es noch eine relativ intakte Fauna und Flora gibt.


Teich  an der alten Mühle klTeich an der ehemaligen Mühle in Lubaczów

Dies zeigt sich z.B. darin, dass man sommers auf zahlreiche Störche trifft, das Zwergadler, Uhus, sogar Luchse, seltene Amphibien wie Salamander oder Rotbauchenunken oder Fische wie Regenbogenforellen, Barben und Groppen angetroffen werden können. Bei der Vegetation überwiegt der Kiefernbewuchs. Aber auch andere Nadelbaum- und Laubbaumarten sind hier heimisch.

Unter geschichtlichen Aspekt ist zu erwähnen, dass es archäologische Funde von Beginn der Altsteinzeit an gibt. Eine feste Siedlung wird aber erstmalig 1214 urkundlich erwähnt, die vor allem von der Lage am Kreuzungspunkt zweier Handelswege profitierte und 1376 Magdeburger Stadtrecht erhielt.
Modell der mittelalterlichen Burganlage kl
Modell der mittelalterlichen Lubaczower Burg

Eine wechselvolle Geschichte mit Höhen und Tiefen prägt die Folgezeit des Ortes, die nur stichpunktartig angerissen werden soll: Entwicklung unter Kasimir dem Großen (14. Jh.), wirtschaftliche und demographische Rückschläge durch Überfälle von Tataren, Kosaken und Schweden (17. Jh.), erneuter Aufstieg mit erstarkendem Handwerk und Handel (17./18. Jh.) Zuschlagung des Ortes zu dem österreichischen Galicien-Lodomerien nach der ersten polnischen Teilung (18. Jh.) und zunächst aufgrund seiner nun peripheren Lage (unweit der Grenze zu Russland) geringe Entwicklung, aber Ende des 19. Jahrhunderts Entwicklungsschub (Eisenbahnanbindung, Kasernen, Krankenhaus, große Kirchen...), ab 1923 (mit zeitlicher Unterbrechung) Kreisstadt, starke Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, seit Ende des Zweiten Weltkrieges periphere Lage innerhalb Polens mit geringerem Entwicklungspotenzial (grenznahe Lage zur Ukraine).
Polnisch-ukrainische Grenze kl      polnisch-ukrainische Grenze

 

Sehenswürdigkeiten

 Heimatmuseum kl   griech.- und röm.-kath. Kirche kl

         Regionalmuseum            griech.- u. röm.-kath. Kirchen

Rathaus kl Amtsgericht klRathaus                                          Amtsgericht

traditionelles Stadthaus kl hölzernes Wohnhaus kl  traditionelle Stadt- und Landhäuser

 

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Horyniec Zdrój kl
Horyniec Zdrój-Moorbad mit Kurmittelhaus

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