Jahresbericht 2010

JAHRESBERICHT 2010 der Deutsch-Polnischen Gesellschaft

Die Vorsitzende war vom 2. bis 6.1.2010 in Lubaczów. Sie hat diese Tage an ihren Urlaub in Rzeszów angehängt, um über den geplanten Transport der Betten und den Kauf der notwendigen Matratzen in Polen mit dem Kran-kenhaus zu sprechen. Bei der Gelegenheit besichtigte sie die renovierten Räume des alten Krankenhauses, die sehr gelungen sind. Farblich sind sie nach den neuesten Erkenntnissen gestrichen, die sanitären Anlagen sind dem modernsten Standard angepasst. In einem Flügel des Krankenhauses ist eine Abteilung mit 25 Betten eingerichtet, die für die Behandlung von kranken Senioren gedacht ist, ein kleines Geriatriezentrum. Die anderen Räume (mindestens 60 an der Zahl) stehen leer, da die Woiwodschaft keine finanziellen Mittel z.Zt. genehmigen kann. Dabei sind Betten dringend notwendig, um weitere Abteilungen einzurichten.

Weitere Gespräche mit dem Bürgermeister Zając und dem Landrat Michalik fanden statt. Dabei wurde über die Einladung im Juni und die weitere Arbeit gesprochen. Die Vorsitzende hatte bereits seit Wochen "Betten für Lubaczów" gesucht und beim DRK in Lüneburg eine Zusage erhalten. Klaus-Dieter Feindt und Ruth Zuther besichtigten die Betten and andere medizinische Hilfsgüter, um diese auf ihre Tauglichkeit zu prüfen. Die Transportkosten sollte das Krankenhaus in Lubaczów übernehmen; so war die Vereinbarung in Lubaczów im Januar beim Besuch getroffen worden. Die Matratzen wurden später in Rzeszów gekauft und von der Gesellschaft bezahlt.

Am 14.1.2010 holte die polnische Spedition aus Bielsko Biała die Betten und andere medizinische Hilfsgüter vom DRK Lager aus Lüneburg ab. Peter Weggen und Peter Hornsüberprüften die Übergabe.

Am 21.1.2010 trafen sich die Vorstandsmitglieder, um die Jahresplanung zu besprechen.

Am 23.1.2010 hatte der Vorstand der Gesellschaft seine Mitglieder zu einem geselligen Treffen eingeladen. Dieses fand in den Räumen der Lebenshilfe/Zinnhütte statt. Leider sind nur 28 erschienen, obwohl sich 39 Personen schriftlich angemeldet hatten und für die verbindlich Essen bestellt wurde, wofür die Gesellschaft
auch bezahlen musste. Dennoch, die Veranstaltung selbst war sehr gelungen und wir hatten endlich die Gelegenheit in entspannter Atmosphäre miteinander zu reden.

Am 6.2.2010 fand ein Treffen der Deutsch-Polnischen Gesellschaften mit dem Generalkonsul Andrzej Osiak in Hamburg statt. Peter Weggen und Ruth Zuther nahmen an dem Gespräch teil.

Am 21.1.2010 fand die Jahreshauptversammlung bei Meyerhof statt. In diesem Jahr musste turnusmäßig der Vor-stand gewählt werden. Der Vorstand wurde bis auf Margitta Warncke wiedergewählt. Die zweite stellvertretende Vorsitzende Margitta Warncke kandidierte nicht wieder. Als Nachfolger wurde Peter Horns als zweiter Stellvertreter einstimmig gewählt. Im Protokoll ist der Ablauf nachzulesen.

Am 21.3.2010 hat die Rzeszówer a-cappella Männergruppe KLANG ein Konzert in Tostedt gegeben. Dieses fand im Jugendzentrum statt. Die 50 Zuhörer zollten dem ausdruckstarken Shantychor viel Beifall. Der Leiter der A-Cappella Gruppe ist der Musiklehrer Slawomir Gołab, der langjährige Gast von Christa Gruppe, der seit dem ersten Besuch 1988 von Resovia Saltans den Tostedtern gut bekannt ist.

Im Juni 2010 feierte Lubaczów "20 Jahre Selbstverwaltung", zu der eine Einladung ausgesprochen wurde. Der Bürgermeister Erwin Becker in Begleitung von Burghard Wessling und Paul-Gerhard Schneider nahmen an der Veranstaltung teil. Bürgermeister Erwin Becker hat bei der Diskussion seine Erfahrungen über die Selbstverwaltung vorgetragen.

Vom 8. bis 18.9.2010 fuhren 19 Schüler vom Gymnasium Tostedt mit Dr. Horst Junker und Frau Studiendirektorin Regine Aeppler nach Lubaczów. Auf dem Programm standen unter anderem Ausflüge in die Renaissancestadt Zamość, zum Schloss Łańcut, in die Großstadt Rzeszów, ins Kurbad Horyniec mit der Holzkirche in Radruż und eine Wanderung zur polnisch-ukrainischen Grenze, nach Przemyśl mit dem Schloss Krasiczyn. Die letzten beiden Tage besuchte die Gruppe das Salzbergwerk Wieliczka, das Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau sowie den historischen Teil der Stadt Krakau.

Ziel der Programmgestaltung war es unter anderem, den Schülern einen Einblick zu geben in die historischen und kulturellen Wurzeln des Landes, aber auch vor allem in die gegenwärtige Lebenswirklichkeit der polnischen Menschen. Dazu lebten die Jugendlichen in Familien, lernten das Leben einer polnischen Kleinstadt wie auch Großstadt kennen, besuchten die Partnerschule und auch einen Betrieb.

Vom 17. bis 20.8.2010 waren Peter Weggen und Peter Horns in Polen. Sie brachten 5 E-Rollstühle nach Lubaczów. Die dazugehörigen Akkumulatoren wurden direkt in Polen gekauft.

Am 28.8.2010 hielt Hans-Joachim Schrader im evangelischen Gemeindehaus einen Vortrag über den großen polnischen Dichter ADAM MICKIEWICZ. Der 3-stündige Vortrag, bei dem auch Filmausschnitte gezeigt wurden fand großen Beifall bei den 40 Zuhörern, die ihn aufforderten, möglichst bald weitere Ausführungen über Mickiewicz anzubieten.

Vom 2. bis 8.9.2010 waren 25 Schüler mit 3 Begleitern aus der Partnerschule Rzeszów in Tostedt zu Gast. 28 Schüler aus Tostedt mit 3 Lehrern gestalteten gemeinsam diese Begegnung. Außer dem traditionellen Besuch in Hamburg und dem Heide-Park Soltau war ein Besuch in Bremerhafen und dort insbesondere das Klimahaus im Programm.

Im September feierte Peter Weggen einen runden Geburtstag und sammelte für ein soziales Projekt in Lubaczów 1.300 Euro.

Vom 5. bis 7.11.2010 fanden in Kiel der Bundeskongress und die Jahreshauptversammlung der Deutsch-Polnischen Gesellschaften statt. Vom 6.11.10 an nahmen Peter Weggen, Peter Horns und Ruth Zuther daran teil.

Auf der Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaften verabschiedete sich die Vorsitzende Angelika Schwall-Düren. Sie hat nach 10 Jahren den Vorsitz abgegeben, da sie Ministerin in Nordrhein-Westfalen wurde. Zum Nachfolger wurde Dieter Nietan aus Düren gewählt, nachzulesen im neuesten Dialog.

Am 17.11.10 fuhren 5 Mitglieder der Gesellschaft nach Rzeszów. Sie folgten einer Einladung der Tanz- und Gesangsgruppe Resovia Saltans, die ihr 35 jähriges Jubiläum feierte. Die Tage in Rzeszów waren ein großes Erlebnis. Ein Kammerkonzert und viele Aufführungen von Resovia, sowie der Festball mit dem Ensemble waren die Höhepunkte. Die Universität Rzeszów hat aus diesem Anlass ein Buch über die Arbeit der Tanz und Gesangsgruppe herausgegeben. Darin ist auch ein Artikel der Vorsitzenden Ruth Zuther enthalten, der deutlich macht, dass durch Resovia Saltans die intensive Arbeit mit Polen begann und durch den Choreografen Witold Kopa die Partnerschaft mit Lubaczów entstanden ist. Die Universität hat eine Statue gestaltet und gestiftet, die erstmals an 10 Personen für deren ehrenamtliche Arbeit verliehen wurde. Mit einer Ehrenurkunde wurde auch eine Statue an Ruth Zuther als Dank für die langjährige Zusammenarbeit während eines Festaktes in der Hochschule für Musik und Kunst überreicht. Diesen Dank hat die Vorsitzende stellvertretend für die Gesellschaft entgegen genommen. Die Tostedter waren privat untergebracht und von der Betreuung und der Herzlichkeit der Gastgeber sehr beeindruckt.

Die Vorsitzende hat nach dem Aufenthalt in Rzeszów anschließend noch 2 Tage Lubaczów besucht. Dort waren am 20.11.10 Kommunalwahlen und sie wollte den neuen Bürgermeister beglückwünschen, da der alte nicht mehr kandidiert hatte. Der neue Bürgermeister aber musste noch durch eine Stichwahl ermittelt werden. Noch Bürgermeister Jerzy Zając überreichte der Vorsitzenden eine Dankesurkunde für die langjährige gute Zusammenarbeit. Ebenso bedankte sich der Landrat Józef Michalik, der für die nächste Wahlperiode wieder gewählt wurde. Im Auftrag vom Stellvertretenden Vorsitzenden Peter Weggen besuchte die Vorsitzende eine Grundschule und überreichte die 1.300 Euro. Die Leitung wird dieses Geld für den Mittagstisch für bedürftige Kinder und Winterjacken verwenden. Die Direktorin der Grundschule war überglücklich über die unerwartete Spende.

Ein Treffen mit der Vorsitzenden der dortigen Polnisch- Deutschen Gesellschaft Gosia Klimkiewicz offenbarte die fortschreitende Krankheit und beginnende körperliche Behinderung. Gemeinsam mit ihr und dem Stellvertreter Adam Markgraf wurde über die künftige Arbeit gesprochen. Eine Sammlung im Dezember für die Operation von Gosia Klimkiewicz ergab einen Betrag von 5.000 Euro. Abschließend sei erwähnt, dass der neue Bürgermeister von Lubaczów eine Frau ist. Sie heißt Maria Magon, ihr Stellvertreter ist der uns gut bekannte Adam Markgraf. Die Vorsitzende hat im Namen der Gesellschaft eine Gratulation ausgesprochen mit der Hoffnung auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Ruth Zuther
Tostedt, im Januar 2011

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